<html> <head> <title>Reiseleben.de Radreisen - Radreise Indien per Rad</title> <meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=ISO-8859-1"> <meta name="description" content="Reiseberichte von unseren Radreisen - Radreise Norwegen, Portugal, Sardinien, Korsika, Elba, Toskana, Asien, Australien u.v.m. per Rad - Radtouren mit dem Fahrrad weltweit auf Radtour"> <meta name="author" content="Thomas Gand"> <meta name="keywords" lang="de" content="Radreise, Radreisen, Norwegen, Portugal, Algarve, Sardinien, Korsika, Elba, Toskana, Toscana, Italien, Fahrradtour, Fahrradtouren, Radtour, Radtouren, Reisebericht, Reiseberichte, radfahren, rad fahren, Fahrradreise, Fahrradreisen, Radurlaub, per Rad, mit dem Fahrrad, Velotour, Biketour, Reise, Reisen"> <meta name="keywords" lang="en" content="cycling, Norway, Portugal, Algarve, Sardinia, Corsica, Elba, Tuscany, Italy, bicycle, europe, cycle, tour, ride, bike"> <meta name="robots" content="index, follow"> <meta http-equiv="expires" content="432000"> <meta name="revisit-after" content="30 days"> <link rel="stylesheet" type="text/css" href="http://www.reiseleben.de/formatreiseleben.css"> <style type="text/css"> a:link { text-decoration:none; color:#a19e71; } a:visited { text-decoration:none; color:#a19e71; } a:active { text-decoration:none; color:#a19e71; } <!-- .textbox { background: transparent; background-color: White; border: 1px solid #000000; color: #000000; font-family: Verdana,Arial,Helvetica; font-size: x-small; text-align: left; scrollbar-face-color: #CCCCCC; scrollbar-shadow-color: #FFFFFF; scrollbar-highlight-color: #FFFFFF; scrollbar-3dlight-color: #FFFFFF; scrollbar-darkshadow-color: #FFFFFF; scrollbar-track-color: #FFFFFF; scrollbar-arrow-color: #000000 } TD {font-family: Verdana,Arial,Helvetica} DIV {font-family: Verdana,Arial,Helvetica} BODY {font-size: 10pt; font-family: Verdana,Arial,Helvetica} #layer1 { position: absolute; top: 417px; left: 399px; width: 106px; height: 100px; visibility: visible } --> </style> </head> <body bgcolor="black" alink="maroon" leftmargin="50" marginwidth="50" topmargin="2" marginheight="2" link="#a19e71" > <p>&nbsp;</p> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="2" width="100%" height="100%"> <tr> <td><a href="#english"><img src="http://www.reiseleben.de/bilder/flaggeen.gif" name="RolloverImage19" align="absmiddle" border="0" alt=""><font color="#a19e71" size="-1"> click here for english version</font></a> <div align="center"><a name=""><img src="http://www.reiseleben.de/bilder/flaggede.gif" name="RolloverImage19" align="absmiddle" border="0" alt=""></a> <b><font color="#a19e71" size="3"><u>Indien I (19.02. - 24.04.2007, 65 Tage, 4.789 km)</font></b></u> <p> <font color="#a19e71" size="-1"><b>Verwendete und empfohlene B&uuml;cher und Landkarten (versandkostenfrei!):</b><br> <center> <iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=lastmflugeres-21&o=3&p=8&l=as1&asins=1740596943&fc1=A19E71&IS2=1&lt1=_blank&lc1=A19E71&bc1=000000&bg1=000000&f=ifr&nou=1" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe> <iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=lastmflugeres-21&o=3&p=8&l=as1&asins=3865740391&fc1=A19E71&IS2=1&lt1=_blank&lc1=A19E71&bc1=000000&bg1=000000&f=ifr&nou=1" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe> <iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=lastmflugeres-21&o=3&p=8&l=as1&asins=3865740405&fc1=A19E71&IS2=1&lt1=_blank&lc1=A19E71&bc1=000000&bg1=000000&f=ifr&nou=1" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe> <iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=lastmflugeres-21&o=3&p=8&l=as1&asins=3865740367&fc1=A19E71&IS2=1&lt1=_blank&lc1=A19E71&bc1=000000&bg1=000000&f=ifr&nou=1" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe> <iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=lastmflugeres-21&o=3&p=8&l=as1&asins=3865740375&fc1=A19E71&IS2=1&lt1=_blank&lc1=A19E71&bc1=000000&bg1=000000&f=ifr&nou=1" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe> </center><p> <font color="#a19e71" size="-1"><p>Sonnenschein auf einen unglaublichen Subkontinent<p> <p>Ankunft 1.15 Uhr nachts in Bangalore, eine halbe Stunde Preisverhandlungen fuers Taxi, das meinen Radkarton und mich zur Herberge mit angeblicher "24-Std.-Rezeption" bringen soll. Um 3.30 Uhr nach langem gemeinsamen Suchen der Herberge endlich da, alles dunkel und zu. Ich die "24-Std.-Rezeption" angerufen, nach einer Ewigkeit geht jemand verschlafen dran, nach einer weiteren Ewigkeit laesst man mich endlich rein. Ich beziehe mein Bett fuer umgerechnet 1,10 Euro pro Nacht und endlich ist Ruhe - ich bin in Indien! <p>Mit Ruhe sollte es von nun an vorbei sein, mit den Temperaturen unter 30 Grad ebenfalls. Vorbei war es auch mit meinem Weitwinkelobjektiv, das nun endgueltig sein Leben ausgehaucht hatte. Und da auch schon das erst in Australien neu gekaufte Tele-Zoom-Objektiv erste Fehlermeldungen produzierte, damit das dritte Objektiv war, das die holprigen Strassen nicht ueberstanden hat und ich es langsam satt hatte, mein Geld sinnlos fuer suendhaft teure digitale SLR-Objektive aus dem Fenster zu werfen, kaufte ich in Bangalore eine kleinere digitale Kompaktkamera. Ausserdem verpasste ich mir eine Meningitis-Impfung und nach vier Tagen befand ich, mich ausreichend an den unvorstellbar lauten und chaotischen Verkehr, das beste Essen seit Monaten und die oft laecherlich niedrigen Preise gewoehnt zu haben und radelte endlich los. <p>Nachmittags kam ich in Mysore an und hatte riesig Glueck, sofort zwei andere Radler zu treffen: Hugo aus Belgien und Douglas aus England. Hugo zog leider weiter nach Norden, waehrend Douglas und ich noch blieben, um den Maharadja Palast am naechsten Tag von 97.000 Gluehbirnen erleuchtet zu erleben. Mit Douglas, langjaehriger und erfahrener Indien-Radler, fuhr ich zusammen weiter nach Sueden durch den Banduri Nationalpark und dann hinauf in die Nilgiri Hills in die 2.300 m hoch gelegene Hill-Station Udhagamandalam (Ooty), wo es zur Freude von vor allem Douglas etwas ertraeglichere Temperaturen gab. Mir konnte es nach der langen kalten Patagonienzeit nicht heiss genug sein, aber auch das sollte sich noch aendern... <p>Durch Teeplantagen rauschten wir drei Tage spaeter nach Sueden, wieder hinunter in die heisse Ebene, verloren uns irgendwie und teilten dann abends doch wieder das gleiche Zimmer, weil Douglas in der relativ grossen Stadt magischerweise zufaellig genau das gleiche Hotel waehlt, in dem ich gerade unter der Dusche stehe und in dem man ihn mit den ueberraschenden Worten, dass sein Freund schon da sein, begruesst. So laeufts halt manchmal... Trotzdem musste ich mich leider von Douglas verabschieden, denn er fuhr weiter nach Osten, bevor er nach Sikkim im Himalaya fliegen wollte. Wir hofften, uns in Nepal in ein paar Wochen wiederzutreffen. Ich machte mich auf den Weg nach Westen, verliess Tamil Nadu und stiess in Kerala auf die Kueste und die Arabische See, wo ich schliesslich nach Norden drehte, noch 600 km bis Goa! <p>Ehemals portugiesische Kolonie, palmengesaeumte Straende und beruehmt fuer seine Psychedelic-Trance-Open-Air-Partys, ist Goa der Ursprung dieser Goa-Musik Nach-Hippie-Bewegung. Bevor ich mich auf in die Partyzentren Anjuna und Vagator weiter im Norden machte, blieb ich ein paar Tage im idyllischen und paradiesischen Palolem Beach, dem postkarten-perfekten Traumstrand im Sueden Goas. Ich bezog meine Bambus-Stelzen-Huette unter Palmen direkt am Strand mit Meerblick und wollte gerade meine neu erworbenen Goa-CDs auf meinen MP3-Player packen, als dieser heiss ergluehte und keinen Mucks mehr von sich gab. Nein, dieser USB-Hub funktioniere natuerlich nicht, meinte man betroffen, obwohl ich noch genau das drei Minuten vorher drei Mal gefragt hatte. Ein Achselzucken, was will man machen, irgendwo muss das Geld ja hin, Indien halt... In Goa's Hauptstadt fand ich dann nach stundenlangem Suchen tatsaechlich einen neuen, der keine billige Markenkopie zu sein schien. <p>Nach ein paar Tagen unter Palmen, mit Live-Musik am Strand, Sonne, die morgens durch die Bambuswand schien und mich weckte, und einfach mal Nichtstun, gings weiter nach Norden. In den mehr von Pauschaltouristen in Beschlag genommenen Straenden in Colva, Benaulim, Calangute und Baga Beach blieb ich nicht lange, sondern fuhr endlich nach Anjuna und Vagator, den beiden Orten, in denen man einfach sein muss! Was soll ich sagen? Ich war auf Partys direkt am Strand und in spektakulaeren Open-Air-Discos auf den Klippen ueber dem Meer. Ich streifte ueber den legendaeren Mittwochsmarkt am Strand von Anjuna und mit Isaiah und Vikash aus den USA stattete ich dem groessten Club Goas, dem Paradiso, einen Besuch ab. Mit mehreren eindrucksvoll zum Meer hin abfallenden Open-Air-Dancefloors und Bar-Terrassen der ultimative Tempel fuer Trance-Music! Und wie es sich gehoert, war die Tanzflaeche auch, als schon die Vormittagssonne durch die Palmen schien, noch immer voll... Oha, ich wuerde wohl noch mal wiederkommen! <p>Ein paar Tage spaeter war ich in Bombay, oder auch Mumbai, und hier haette sich mein Leben aendern koennen. Ich lief gerade mit Dennis aus Holland durch Bombay's Innenstadt, als wir direkt am ersten Abend fuer einen Bollywood-Film gecastet wurden. Mit Bezahlung und Verpflegung, Dreharbeiten die ganze Nacht in einem der Studios der riesigen indischen, Hindi sprachigen Filmindustrie im Norden Bombays. Aber wir lehnten ab, denn ich hatte mir auf dem Weg hierher mal wieder eine Bindehautentzuendung eingefangen und Dennis wollte eigentlich auch nicht. Und so war es weniger die verpasste Filmkarriere, als mein Treffen auf die renommierteste Augenklinik Asiens, die mein Leben haette aendern koennen. Neben der Behandlung meines rechten Auges liess ich mir naemlich einen Termin fuer das Lasern meiner Augen mit einem neuen Verfahren geben, mit dem das nun auch bei mir endlich moeglich war. Mit nagelneuem deutschen Laser, zu einem Bruchteil des Preises in Deutschland natuerlich. Nach einer Stunde Nachforschens im Internet und dem Lesen erschreckender Geschichten von Sehverschlechterungen bis hin zu "fast-blind" nach der Operation verwarf ich die Idee leider schweren Herzens und "entschaedigte" mich mit einer suendhaft teuren Auffrischung meiner Japanischen-Enzephalitis-Impfung. Ich fuhr zum Sonnenuntergang an den Chowpatty Beach, besuchte die ueber 5.000 Maenner, die im Mahalaxmi Dhobi Ghat taeglich tausende Kilo von Bombays Waesche waschen und besuchte ein paar Tempel und Maerkte, bevor ich mich auf den Weg weiter nach Norden Richtung Rajasthan machte, noch immer mit Kontaktlinsen... <p>Die Tage bestanden eigentlich nur aus Radfahren in bruetender Hitze und, naja wie ueberall in Indien, aus hemmungslos-begafft-werden wie ein kleines gruenes Maennchen von einem anderen Stern. Die Temperaturen stiegen noch vor Mittag ueber 40 Grad, in der Grossen Thar Wueste bis 46 Grad im Schatten, in dem man aber ja nie faehrt! So stoppt das kleine gruene Maennchen dann immer mal wieder an einfachen Restaurants an der Strasse, laesst sich auf einen Stuhl unter einem Ventilator irgendwo im Schatten fallen und bestellt sich einen Tee oder was zu essen. Als das kleine gruene Maennchen dann das normale aus dem Boden gepumpte Trinkwasser noch dazu gleich kuebelweise in sich hineinschuettet, statt wie sonst alle anderen gruenen Maennchen abgepacktes Trinkwasser zu kaufen, da wird die es umringende Menschenmenge gleich noch groesser. Woher es denn komme, will man ueblicherweise als erstes wissen. Ah, aus Germany, das sei ja das Land, das die Atombombe auf Hiroshima abgeworfen habe, weiss man stolz und mit einem breiten Grinsen im Gesicht zu berichten. Das kleine gruene Maennchen guckt ganz entsetzt und ueberlegt, wie es jetzt den Spagat zwischen Den-anderen-nicht-das-Gesicht-verlieren-lassen und geschichtlicher Grundaufklaerung hinbekommt, schuettelt dann aber doch den Kopf, murmelt sowas wie "ne ne, die USA..." und wechselt schnell das Thema. Wenn sich die Koerpertemperatur des kleinen gruenen Maennchens dann wieder auf die normalen 37 Grad abgesenkt hat und alle anderen ueblichen Fragen nach Anzahl der Kinder, woher, wohin, wie lange unterwegs und Preis des Fahrrads mehr oder weniger wahrheitsgemaess beantwortet sind (mein Rekord an Kindern war sieben, was man anerkennend zur Kenntnis nahm), taucht das kleine gruene Maennchen nochmal T-Shirt und Kopftuch ins Wasser, um der moerderischen Hitze wenigstens auf den ersten paar hundert Metern etwas entgegensetzen zu koennen und macht sich wieder auf den Weg. <p>Acht Tage spaeter fuhr ich in die Wuestenstadt Jaisalmer in der Grossen Thar Wueste nahe der Grenze zu Pakistan ein. Mit ein paar anderen wanderte ich durch das gigantische und atemberaubende Sandsteinfort ueber der Stadt und fuhr zum Sonnenuntergang zu den in der Wueste gelegenen Sam Sand Dunes. Weiter gings nach Jodhpur mit seiner Altstadt aus unzaehligen blauen Haeusern und dem schrecklichen indischen Gemisch aus engen Gassen, vollgepfropft mit laermenden Motorraedern, Motor-Rickshaws, Kuehen, Gestank, Menschenmassen, Staub und Dreck. Zudem streckte mich ein dubioser Fruchtsaft von einem der Strassenstaende mit Magenkraempfen fuer einen Tag nieder und so war ich froh, als es endlich weiter ging nach Pushkar, einer Oase mit ueber 400 Tempeln um einen heiligen See herum, am Rande der Grossen Thar Wueste und mit einem irgendwie passenden Gemisch aus Travellern und Pilgern. <p>Mit einem vermutlich selbst ernannten Priester beging ich die Hindu-Prozedur am heiligen See, wo wir alle meine Familienmitglieder, tot oder lebendig, durchgingen und fuer deren Glueck baten. Ich bekam ein Armband und mit dem Werfen der letzten Lotusblueten in den See einen grossen Wunsch frei fuer mich selbst. Dass das Handy des Priesters waehrend der Prozedur drei Mal klingelte und wir fuer die ausgedehnten Gespraeche unterbrachen, nahm dem Ganzen zwar so ein bisschen den authentischen Spirit, aber der war auch ganz schnell wieder da, als eine Frau, deren Mann gestorben war und die sich hier an diesem heiligen See von ihm verabschiedete, in Traenen um den Beistand des Priesters bat (Nicht ohne ihm natuerlich, so wie ich, ein paar Scheine fuer seine Dienste zuzustecken..). <p>In Jaipur, im Osten Rajasthans, traf ich Vikash und Isaiah wieder, die ich in Goa kennengelernt hatte. Zusammen mit noch ein paar amerikanischen Studenten aus der Stadt feierten wir den Geburtstag von einer von ihnen, zogen auf der Suche nach einem noch geoeffneten Club oder einer Bar durch die Stadt und feierten dann doch in unseren Hotelzimmern weiter. Ein paar Tage spaeter besuchte ich die Geisterstadt und das Fort von Fatehpur Sikri und dann war ich in Agra, dem Ort mit dem "Wahrzeichen" Indiens, seinem beruehmtesten Bauwerk, dem Taj Mahal. Vom Shah Jahan mit gebrochenem Herzen gebaut zum Gedenken und als Mausoleum fuer seine zweite Frau Mumtaz Mahal, die starb, als sie ihr vierzehntes gemeinsames Kind gebar, ist es wohl das extravaganteste Gebaeude dieser Erde, das je aus Liebe gebaut wurde. Ein magischer Ort, unglaublich schoen, wie in einem Maerchen, wenn man es schafft, sich die Horden von Touristen wegzudenken, die das Taj Mahal taeglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang umkreisen... <p>Ich fuhr weiter nach Osten, nach Varanasi (ehemals Benares) am heiligen Ganges, streifte stundenlang an den Badestellen, den Ghats, die das gesamte Flussufer saeumen, entlang, schaute den Menschen, die zumeist von sehr weit hierher gepilgert waren, zu, wie sie im heiligen Wasser badeten und beteten. Ich beobachtete Verbrennungszeremonien am Ufer , wo taeglich etwa 250 Leichen aller Kasten verbrannt wurden und als groesstmoegliche Ehre fuer die Verstorbenen ihre Asche in den Ganges gestreut wurde. Da zudem aber auch alles andere dieser riesigen Stadt im Fluss landete (das Wasser beinhaltet etwa 1,5 Millionen Faekalbakterien pro 100 ml. In Wasser, das fuers Schwimmen geeignet ist, sollte dieser Wert bei weniger als 500 (!) liegen...), Bueffel darin gewaschen wurden und aller moeglicher Dreck darin rumschwamm, verzichtete ich trotz der Affenhitze auf die Abkuehlung. Ein paar Tage spaeter fuhr ich dann noch etwa 100 km nach Osten, bevor die Strasse nach Norden drehte, Richtung Himalaya! Noch 250 km bis zur Grenze nach Nepal! <p>Es waren unglaubliche zwei Monate in Indien gewesen und ich haette allein hierueber ein ganzes Buch schreiben koennen. Was hier geschrieben steht ist nur ein winziger Bruchteil von dem, was ich in diesem Land erlebt hatte. Indien schockt mit seiner unvorstellbaren Armut und die Menschenmassen, die staendig um einen herum sind, zehren manchmal an den Nerven. Der Verkehr ist wohl so mit das Schlimmste, was man sich als Reiseradler auf dieser Erde antun kann, und die moerderische Hitze so kurz vor dem Monsun ist schier unertraeglich. Seit ueber zwei Monaten hatte ich nachts quasi keine Zimmertemperaturen mehr unter 30 Grad gehabt, meist 33 bis 36 Grad! Schlafen ist auch wegen Malaria verbreitenden Muecken nur mit Moskitospiralen und unter voll aufgedrehtem Ventilator moeglich, wenn denn nicht mal wieder Stromausfall ist... Aber Indien macht auch unheimlich gluecklich, das fast nur vegetarische Essen ist vor allem im Sueden Indiens allein schon die Reise hierher wert, und es sind seine Menschen, die Indien so einzigartig machen, wenn man mit den Kindern erzaehlt und lacht oder mit alten Menschen irgendwas hin und her murmelt. Indien inspiriert, frustriert, begeistert und macht gluecklich, und das alles auf einmal. <p>Ich ueberquerte die Grenze zu Nepal und freute mich auf Berge, deutlich weniger Verkehr, menschenwuerdigere Temperaturen und, vor allem, ... ein ganz kleines bisschen Ruhe! </p> </p> </div> <p><br> <div align="center"><a name=""><img src="http://www.reiseleben.de/bilder/flaggeen.gif" name="RolloverImage19" align="absmiddle" border="0" alt=""></a> <a name="english"><b><font color="#a19e71" size="3"><u>India I (19.02. - 24.04.2007, 65 days, 4.789 km)</font></b></u></a><p> <font color="#a19e71" size="-1"><p>Sunshine on an incredible subcontinent<p>Arrival at 1.15 am at night in Bangalore. Half an hour of negotiating the fare for the taxi to bring my bikebox and me to the hostel with supposed "24h-reception". 3.30 am eventually we found the hostel, of course in total darkness and everything closed. I called the "24h-reception", ages later a sleepy answer and again ages later I finally got access. I fell down on my bed for about 1,50 US-Dollar per night and finally, finally it was quiet. I'm in India! <p>There won't be that much more silence for the rest of my time in India, as well as there won't be anymore temperatures below 30 degrees. Furthermore there won't be any picture anymore taken with my wide angle lens, as it unfortunately decided to take his final breath. Since even the recently in Australia newly bought tele-zoom-lens didn't work properly anymore and therefore already the third lens didn't survive the bumpy roads on this trip, and as I've been tired of wasting a lot of money for digital SLR-lenses, I eventually bought a new compact Digi-Cam in Bangalore. Furthermore I got myself a Meningitis vaccination and four days later I reckoned I got used to the incredible noisy and chaotic traffic, the best food since months and the mostly ridiculous low prices, and finally got started. <p>In the afternoon I arrived at Mysore and found myself extraordinarily lucky to meet even two other cyclists: Hugo from Belgium and Douglas from England. Hugo unfortunately went on heading north, while Douglas and I stayed a day longer to be present when the Maharaja's Palace got illuminated by heaps of bulbs, supposedly 97.000. Together with Douglas, experienced India-cyclist for many years, I kept on going south, passing through Banduri National Park, before cycling uphill into the Nilgiri Hills to Udhagamandalam (Ooty) Hill Station at 2.300 m above sea level, where the cooler climate was a welcome relief from the hot plains, particularly for Douglas. For me it couldn't be hot enough after the cold times in Patagonia, although I supposedly would change my mind quite soon... <p>Three days later, while passing extensive tea plantations, a long descent brought us down, back to the hot plains. Somehow we lost each other, but in the evening we shared again the same room, because in this fairly big city Douglas, for any magical reason, choosed the same hotel to stay, in which I just started having a shower and in which he got a warm welcome with the surprising information, that his friend has already arrived. That's the way things happen sometimes... Nevertheless unfortunately I had to say goodbye to Douglas, as he was going to go further east before flying to Sikkim in the Himalayas, but we were hoping to meet up again in Nepal in a couple of weeks. I started cycling westwards, left Tamil Nadu state and reached the coast of the Arabian Sea in Kerala, where I turned north. Still 600 km to Goa! <p>Former portuguese enclave, palm-fringed beaches and famous for its Psychedelic-Trance-Open-Air-Partys, Goa is the origin of this amazing Goa-Music Hippie-Movement. Before haeding to the main party locations at Anjuna and Vagator further north, I stayed a couple of days in lovely and laid-back Palolem Beach with its picture-perfect white sand beach in Goa's south. I settled in a bamboo-stilt-hut under coconut-palms right in front of the beach with awesome sea views. I was just about to transfer the newly bought Goa-CDs to my MP3-Player, when it suddenly began to glow and apparently decided to end its life. No, of course, this USB-Hub doesn't work, I was told, although I had asked three times exactly this less than three minutes ago. Shrugging shoulders, what to do, that's India... In Goa's capital after hours of shopping around I eventually found a new one which apparently didn't seem to be a cheap plagiat. Having spent some lazy days under palms with live-music at the beach and the sunlight waking me up in the morning when shining through my bamboo-hut, I went on further north. I gave the mainly by package-tourists filled up beaches in Colva, Benaulim, Calangute and Baga just a short visit, before finally ending up in Anjuna and Vagator, the places to be! What to say? I went to partys right at the beach and at spectacular open-air locations on the cliffs overlooking the sea, I strolled around the famous weekly flea market at Anjuna Beach and together with Vikash and Isaiah from the US I gave Paradiso a visit. Goa's biggest club, the ultimate temple to trance, tumbles down to the beach in several impressive open-air dancefloors and bar-terraces. And, as it has to be, the dancefloor still was packed, when the morning sun hit the palms... Oh yeah, no need to say that, I'll be back! <p>A couple of days later I arrived in Bombay (Mumbai) and here my life could have changed. With Dennis from Holland I just strolled through downtown Bombay, when we got casted for a Bollywood movie, with the offer to get paid and food. Shooting would have take place the whole night in one of the studios of India's huge Hindi-language film-industry in northern Bombay. But we refused as I got once again a conjuntivitis in one of my eyes and actually Dennis didn't want to as well. Therefore it has been rather the visit to one of Asia's most renowned Eye Clinics than the missed movie career that could have changed my life. Cause actually I went there to get an examination of my eyes, but I ended up with an appointment for a laser surgery with a recently in Germany bought Laser with new technology, which, for the very first time, would have made a surgery possible for me. All this, of course, for far less then the price in Germany. But after one hour of internet research with the result of terrible storys of people being rather blind than having got any eyesight's improvements, I skipped the appointment and instead got myself a painfully expensive booster of my Japanese-Encephalitis vaccination. I went for sunset to Chowpatty Beach, gave the more than 5.000 men a visit, who wash thousands of kilograms of Bombay's soiled clothes at Mahalaxmi Dhobi Ghat each day, explored a couple of temples and markets, before heading further north to Rajasthan. <p>The following days were filled with nothing but cycling in incredible heat and, well, let's say as everywhere in India, people staring at me like at a little green extraterrestrial creature. The temperatures were rising above 40 degrees before noon, in Great Thar Desert up to 46 degrees in the shade, in which you, however, never get the chance to cycle! Therefore the green creature used to stop from time to time at simple restaurants along the road, dropped on one of the chairs underneath a fan anywhere in the shade and ordered an Indian tea or a meal. When the green creature then started to drink the normal drinkable bore-water, even gallons of it, instead of buying the bottled mineral water like all other green creatures use to do, the crowds surrounding the green creature regularly became even bigger. "Where are you from?" unsurprisingly is mostly the first asked question. Ah, from Germany! This is the country that threw the nuclear bomb on Hiroshima, one proudly presents his historic knowledge with a self-confident smile. The green creature looks quite shocked and tries to figure out how to present a basic history lesson in a way that the Indian history expert doesn't lose his face. In the end the green creature just shakes his head, whispers something like " no no, the United States..." and tries to talk about something different. When finally the green creature's body temperature has decreased to normal 37 degrees and all the other usual questions about number of children, goint to where, coming from where, travelling for how long and the price of the bicycle were more or less honestly answered (my personal children record had been seven, which had been obviously appreciated), the green creature started cycling again, after having dipped his shirt in the water to have at least a slight refreshment for the next couple of hundred meters. <p>Eight days later I arrived at breathtaking Jaisalmer in the Great Thar Desert close to the border to Pakistan. Together with a couple of other guys I strolled around in the giant gleaming golden sandstone fort above the city and head for sunset to Sam Sand Dunes outside town in Great Thar Desert. I went on to Jodhpur with its sky-blue old town surrounding a huge fort at the edge of Great Thar Desert. But apart from these magically coloured houses, the old town consists of the typical and terrible Indian mix of narrow lanes, packed with noisy taxi-rickshaws and motorbikes, cows, awful stink, crowds, dust and rubbish. Furthermore a dubious fruit juice from one of the street stalls knocked me down with stomach cramps for one day. Therefore I was fairly happy when eventually leaving town for heading further east to Pushkar, a tranquil oasis at the edge of Great Thar Desert, with more than 400 temples surrounding a holy lake and with a somehow decent mix of pilgrims and travellers. <p>With a more or less genuine priest at the holy lake I did the hindu-prayer for the happiness of each member of my family, dead or alive. I got a ribbon around my wrist and with offering the last remaining lotus flowers I got one wish for myself. It lost a bit of its authentic spirit when the priest's cellular phone rang three times and we interrupted the procedure for the extensive calls. But it was present again very soon, when a crying woman, whose husband recently has died and who came here to say goodbye to him, asked for the priest's aid. (Not without, as I did too, giving some money to the priest as compensation for his assistance...) <p>In Jaipur in eastern Rajasthan I met up again with Isaiah and Vikash, who I had met before in Goa. Together with a douzen of american students, who were studying in town, we went for a birthday dinner of one of them and afterwards shopped around in town to find a still opened club or bar. But eventually we ended up having a couple of drinks in our hotel rooms. Some days later I gave the ghost town Fatehpur Sikri and its fort a visit, before heading to Agra, the location of India's tourist emblem and most famous building, the Taj Mahal. Built by heartbroken Emperor Shah Jahan as a memorial and mausoleum for his second wife Mumtaz Mahal, who died giving birth to their fourteenth child, it is undoubtly the world's most extravagant monument ever built for love. A simply magical and gorgeous place like in a fairy tale, as long as you get managed to ignore the crowds that wander around it everyday from sunrise to sunset... <p>Further east in Varanasi at holy Ganges River, I spent hours with strolling around the bathing ghats. In a long string they line the Ganges' bank. I watched the people, who came here mostly from far away, bathing and praying in the holy waters and visited burning ghats where about 250 bodies were cremated in public each day, as it is one's greatest imaginable honour to get offered his ashes into the Ganges River. But as additionally as well everything else got discarged into the river (the water contains 1.5 million faecal coliform bacteria per 100 mL. In water that is safe for bathing this figure should be less than 500!), buffaloes get a wash in there and as it's just heavily polluted, I went without a bath despite the terrible heat. A couple of days later I went a further 100 km to the east, before turning north, heading for the Himalayas! Still 250 km to go to the Nepalese border! <p>It have been two incredible months in India and I could write a book just about this time. What's written here is just a very small part of what I could experience in this country. India is shocking with its incredible poverty and the crowds who are continuously surrounding you, can be, let's say, a sensory overload. The traffic is probably the worst a bicycle traveller can get on earth, and the terrible heat before the monsoon's arrival is hardly bearable. Since more than two months I didn't measured any nightly room temperatures below 30 degrees, mostly they have been between 33 to 36 degrees! Sleeping is just possible with mosquito coils because of malaria which is present in parts of the country and fully powered fan. Enjoy yourself when there's a power cut at night... But on the other hand India is making you deeply lucky and happy, the mostly vegetarian food alone is worth the challenge to cycle this country, particularly the southern India's food. And there are the people who make India so unique, when talking and laughing with children or having a quite useless but so amazing conversation with old men without understanding even a simple word. India inspires, frustrates, thrills and leaves you happy, all at once. <p>I crossed the border to Nepal and was deeply looking forward to mountains, remarkably less traffic, bearable temperatures and, most of all, ... a tiny little bit of silence! </font></p> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div align="center"><br> <img src="http://www.reiseleben.de/bilder/buecherzuradweltreisen.jpg" alt="" align="middle" border="0"><br> <img src="http://www.reiseleben.de/bilder/triangler.jpg" alt="" align="middle" border="0"><A title="Fahrrad Weltf&uuml;hrer" HREF="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3896623044/lastmflugeres-21" target="_blank"><IMG SRC="http://www.reiseleben.de/bilder/buchfahrradweltfuehrer.jpg" align="middle" border="0" alt="Fahrrad Weltf&uuml;hrer" hspace="10" vspace="3"></A><img src="http://www.reiseleben.de/bilder/triangler.jpg" alt="" align="middle" border="0"><A title="Durchgedreht - Sieben Jahre im Sattel" HREF="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3896623052/lastmflugeres-21" target="_blank"><IMG SRC="http://www.reiseleben.de/bilder/buchdurchgedreht.jpg" align="middle" border="0" alt="Durchgedreht - Sieben Jahre im Sattel" hspace="10" vspace="3"></A><img src="http://www.reiseleben.de/bilder/triangler.jpg" alt="" align="middle" border="0"><a title="Rad ab! 71.000 km mit dem Fahrrad um die Welt" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3896623834/lastmflugeres-21" target="_blank"><img alt="Rad ab! 71.000 km mit dem Fahrrad um die Welt" align="middle" border="0" src="http://www.reiseleben.de/bilder/buchradab.jpg" hspace="10" vspace="3"></a><img src="http://www.reiseleben.de/bilder/triangler.jpg" alt="" align="middle" border="0"><A title="Weltsichten - F&uuml;nf Jahre mit dem Fahrrad unterwegs" HREF="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3934996000/lastmflugeres-21" target="_blank"><IMG SRC="http://www.reiseleben.de/bilder/buchweltsichten.jpg" align="middle" border="0" alt="Weltsichten - F&uuml;nf Jahre mit dem Fahrrad unterwegs" hspace="10" vspace="3"></A><img src="http://www.reiseleben.de/bilder/triangler.jpg" alt="" align="middle" border="0"><a title="Welterfahrung - 30.000 km um die Welt" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3934996078/lastmflugeres-21" target="_blank"><img alt="Welterfahrung - 30.000 km um die Welt" align="middle" border="0" src="http://www.reiseleben.de/bilder/buchwelterfahrung.jpg" hspace="10" vspace="3"></a><br> </div> </td> </tr> <tr height="25"> <td height="25"> <div align="center"> <font size="1" color="white">&copy; 2002 - 2009 Reiseleben.de</font></div> </td> </tr> </table> <script type="text/javascript"> var gaJsHost = (("https:" == document.location.protocol) ? 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