Tag 1: 31.08.04
Langsam gleiten wir im Sinkflug Richtung Olbia im Nordosten Sardiniens und die ersten Umrisse der Küste sind zu sehen. Die Sonne scheint und als wir aus dem Flugzeug steigen, empfängt uns eine heiße Brise. Vor dem Flughafengebäude nehmen wir zwei Sitzbänke in Beschlag, machen unsere Räder fahrbereit und ordnen den zusammengewürfelten Berg von Radtaschen und Ausrüstung. Dann geht es endlich los. Wir rollen die ersten Kilometer bis zur nächsten Tankstelle, wo wir den Reifen den nötigen Druck und unserem Benzinkocher das nötige Benzin verpassen.

Auf der S125 geht es dann Richtung Süden an die Küste. Die Straße ist hier, nahe der nördlichen touristisch erschlossenen Costa Smeralda, noch relativ stark befahren. Es ist schon später Nachmittag und so machen wir noch einen Abstecher zum Capo Coda Cavallo, das aber leider mit einer Siedlung einzelner Ferienhäuschen völlig zugebaut ist und einen Besuch nicht wirklich lohnt. An diesem ersten Abend wollen wir uns kein wildes Plätzchen suchen, so dass wir nahe dem Cap einen Campingplatz ansteuern. Der ist zwar mit 26,50 EUR sündhaft teuer, aber mangels Alternative zahlen wir zähneknirschend diesen Wucherpreis und beruhigen unser schlechtes Gewissen mit dem Vorsatz, für den Rest der Reise nur noch zum Wäsche waschen oder wenn es nicht anders geht, einen Campingplatz zu beziehen. Denn inzwischen ist es uns dort abgesehen von den Kosten meist auch zu laut und zu voll, so dass wir uns immer lieber ein Plätzchen in der freien Natur suchen, wenn möglich sogar noch mit toller Aussicht. Duschen können wir da meistens dank vieler Wasserflaschen und Wassersack auch und schöner ist es allemal. Und so ist es denn diese Nacht, wie könnte es anders sein, nicht nur heiß, sondern auch laut ...