5 Wochen Portugal per Rad
03.09. bis 10.10.2003


Tag 8: 10.09.03

Dieser Tag steht unter dem Motto: „Auf nach Porto“. Nach einer unerwartet kühlen Nacht und langem Erzählen am nächsten Morgen müssen wir uns leider schon wieder von Ginny und Greg verabschieden, denn für sie geht es die letzten Tage südwärts nach Lissabon, von wo aus sie ihre halbjährige Tour leider beenden und nach Westkanada zurückfliegen. Wir machen uns hingegen auf nach Norden in Richtung Porto. Durch geschmückte Örtchen und vorbei an einsamen Stränden fahren wir bei erstaunlich wenigem Verkehr ganz nah am Wasser entlang bis zur Mündung des Rio Douro, der in Porto von der berühmten dreistöckigen Brücke überspannt wird. Und so fahren wir direkt am Ufer des Rio Douro entlang nach Porto hinein und ersparen uns den stressigen Großstadtverkehr, dem wir auf einer anderen Route in die Stadt mit Sicherheit ausgeliefert gewesen wären.

Porto

An der schönen Promenade entlang geht es zur berühmten Brücke im Zentrum Portos. Leider können wir keine der Portweinkellereien besichtigen, die sich direkt am Ufer aneinander reihen und mit traditionellen Booten Werbung für sich machen, da wir unsere Räder nicht unbeaufsichtigt draußen stehen lassen wollen. So fahren wir bei schönstem Wetter über die unterste Ebene der Brücke auf die andere Uferseite des Rio Douro und machen dort erst einmal Rast bei einem obligatorischen Glas Portwein.

Porto

Entspannt fahren wir der Abendsonne entgegen wieder am Flussufer aus Porto hinaus bis zum Leuchtturm auf der Hafenmole und dann am Atlantik nordwärts in Erwartung des auf der Karte eingezeichneten Campingplatzes in Matosinhos.

Porto

Doch der findet sich leider in diesem von großen Apartment- und Bürokomplexen zugebauten Vorstadt von Porto nirgendwo und wie wir erfahren, hat es ihn auch nie gegeben. Da alles dicht bebaut ist, bleibt uns nichts anderes übrig, als bis zum nächsten Campingplatz zu fahren und der liegt weit außerhalb etliche Kilometer nördlich in Lavra. Netterweise fährt ein freundlicher Portugiese auf dem Mountainbike mit uns mit und zeigt uns den Weg, bis er sich auf halber Strecke von uns verabschieden muss, da sich unsere Wege trennen. Doch der Rest unseres Weges ist einfacher zu finden und so fahren wir die letzten der heutigen 73 km bis zum Campingplatz in Lavra. Der Platz selbst ist ganz ok, allerdings kläffen Hunde die ganze Nacht durch und stören unseren Schlaf.



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