Tag 7: 09.09.03
Das Wetter hat sich gebessert und so geht es früh los vorbei an weitläufigen Feldern und mit starkem Gegenwind, aber wenigstens Sonnenschein. Immer Richtung Praia da Barra bei Aveiro fahren wir nordwärts an der Küste entlang, die dort über hunderte Kilometer aus einsamen endlosem Sandstrand besteht. Weit und breit keine Hotelbauten, Strandkörbe oder andere Menschen, nur endloser heller Sand.

Nach einer kleinen Pause fahren wir weiter Richtung Aveiro. Auf unsere Frage nach einer Fähre hin ernten wir nur ratlose Blicke, denn die von uns erwartete Fähre entpuppt sich als kleines Passagierbötchen, zu dessen Anleger wir über eine große Brücke ins Hafengebiet fahren müssen. Nach einer dreiviertel Stunde Warten setzen wir dann zum Sonder-Kinder-Preis für nur je 0,70 EUR über, ohne dass wir etwas für die Fahrräder zahlen müssten, obwohl dies ausdrücklich auf der Preisliste gefordert gewesen wäre.

Wir bedanken uns noch mal bei den freundlichen und spendablen Bootsleuten und fahren weiter Richtung Norden. Nachdem wir durch diese Überfahrt den weiten Umweg durch Aveiro gespart haben, müssen wir dafür nun umso mehr in die Pedale treten, denn kräftiger und böiger Gegenwind wirft uns mehrmals fast von der Straße und oft auch in den stärker werdenden Verkehr hinein.

Die Sturmböen veranlassen uns dann, erst mal an der Promenade, geschützt in einem Café ein Bier und einen Kaffee zu trinken und dann nur noch die letzten der heutigen 67 km bis zum Campingplatz in Furadouro zu fahren. Obwohl der sehr teuer ist, haben wir keine Lust ein wildes Plätzchen zu suchen und nehmen ihn trotzdem. Noch bevor wir das Zelt aufgebaut haben, kommen wir ins Gespräch mit Ginny und Greg aus Kanada, die auf langer Radtour durch halb Europa sind.