5 Wochen Portugal per Rad
03.09. bis 10.10.2003


Tag 5: 07.09.03

Nachdem Steffi sich gestern zu allem Überfluss auch noch kräftig die Beine verbrannt hat, kann sie heute trotz der Hitze nur mit dreiviertel-langer Radhose fahren. Um 9.45 Uhr geht es los, durch endlich wenig befahrene kleine Sträßchen im Pinienwald. Teils sehr schön und erstaunlicherweise sogar teils mit abgetrenntem Radweg mit zwei Fahrspuren, teils aber auch sehr schlimm über katastrophale Schlaglochpiste geht es mal im schnellen Tempo, mal im Schneckentempo holpernd durch die Krater auf der Straße weiter gen Norden. In Sao Pedro de Moel fahren wir wieder über Radwege und starten dann in den endlosen nördlich gelegenen Pinienwald, in dem allerdings weite Teile verbrannt sind. Zwar sind nicht alle Bäume derart restlos abgebrannt, dass sie nicht mehr stehen würden, aber man fährt über lange Strecken durch Waldgebiete mit schwarz verkohlten Bäumen, schwarz verkohltem Boden und ohne irgendein Unterholz oder irgendein Fleckchen Grün, so dass der Anblick doch traurig macht.

Verbrannter Wald

Nach einigen Kilometern ereilt uns dann der erste platte Reifen. Nach schnellem Wechsel des Schlauches geht es weiter auf angenehm wenig befahrenen Straßen, allerdings setzt nach einem ganzen Tag Sonnenschein nun leichter Nieselregen ein, so dass wir uns nach nur 53 km entschließen, mitten im Wald etwas abseits der Straße unser Zelt aufzuschlagen. Wir schieben die Räder einfach durch den Wald über eine kleinere Anhöhe bis zu einem Stückchen, das wieder etwas tiefer liegt, so dass man uns von der Straße aus nicht direkt sehen kann, auch wenn es hier wohl niemanden wirklich interessiert hätte.

Zeltplatz

Überall um uns herum riecht es nach Kräutern und frischem Waldmoos und endlich haben wir unser erstes idyllisches Zeltplätzchen hier mitten im Pinhal do Urso gefunden. Wir liegen noch etwas auf unserer Decke vor dem Zelt, denn inzwischen hat es auch schon wieder aufgehört zu nieseln.



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