Tag 34: 06.10.03
Um 9.15 Uhr radeln wir die letzten Meter bis zur Fähre an der Spitze der Halbinsel. Diese bringt uns denn dann auch kurze Zeit später für 4,20 EUR hinüber nach Setúbal, wobei Gruppen von frei lebenden Delfinen unser Schiff kreuzen. War schon die Spitze der Halbinsel recht hässlich, so steht ihr Setúbal als Industrie- und Kraftfahrzeuge produzierende Stadt diesbezüglich nur wenig nach. Daher starten wir direkt nach einem kleinen Einkauf gen Westen und machen uns an die Auffahrt auf die Sierra da Arrábida.

Auf sehr schöner und nur wenig befahrener Strecke erklimmen wir Serpentine um Serpentine die Berglandschaft, wobei sich uns eine Aussicht schöner als die andere bietet. So lässt es sich vom höchsten Punkt gen Süden in türkise Traumbuchten blicken, während gleichzeitig gen Norden bereits der Großraum Lissabon in der Ferne zu sehen ist.
Schnell wird uns klar, warum hier die bevorzugte Gegend für den Wochenendurlaub betuchter Lissaboner ist.

Vorbei an einem schönen Kloster fahren wir bei strahlendem Sonnenschein und inzwischen wieder einmal brütender Hitze durch atemberaubend schöne Küstenlandschaft und später über einen Bogen durchs Inland weiter nach Sesimbra, das wir auf rauschender und äußerst steiler Abfahrt wieder zurück auf Meereshöhe erreichen. Schon jetzt denken wir mit Schrecken an den nächsten Morgen, an dem dieser Anstieg wieder wird bezwungen werden müssen. Da noch ausreichend Zeit ist, nutzen wir die Nachmittagssonne und gehen noch einmal schwimmen und genießen den restlichen Tag am Strand.

Gegen 17.00 Uhr brechen wir auf zum günstigen Campingplatz, der etwas außerhalb und natürlich, wie könnte es anders sein, oberhalb der Stadt liegt, so dass ein zwar kurzer aber deftiger Anstieg auf den letzten der heutigen 43 km notwendig ist, um ihn zu erreichen. Dafür haben wir ihn dann um diese Jahreszeit auch quasi ganz für uns alleine und lassen den Tag bei einem Bier und einem gemütlichen Abendessen über der Stadt ausklingen.