Tag 30: 02.10.03
Die Nacht steckt uns noch in den Gliedern, daher brechen wir erst spät auf. Der Spuk ist vorbei und ein wunderschöner Regenbogen ziert den Horizont.

Bei endlich wieder strahlendem Sonnenschein und wieder guter Laune fahren wir den sandigen Fahrweg zurück zur Straße und dann weiter nach Almograve, wo wir eine kleine Kaffeepause in einem Café einlegen da zwischenzeitlich wieder einige Wolken aufgezogen sind. Als die sich aber wieder schnell verzogen haben, machen wir uns auf den Weg zum dortigen Strand und nach einer kurzen Erkundung geht es weiter nach Vila Nova de Milfontes, wo wir erst einmal die Vorräte auffüllen und dann nach den heutigen nur 37 km Quartier auf einem günstigen Campingplatz (5,04 EUR!) beziehen. Eigentlich hätten wir durchaus noch Lust gehabt, weiter zu fahren, doch wir liegen viel zu gut in der Zeit, so dass wir viel zu früh in Lissabon ankommen würden, wenn wir jeden Tag unser normales Pensum fahren würden. Ein sinnvoller längerer Abstecher bietet sich leider jetzt hier im Südwesten nicht mehr an und so gehen wir die Tage halt etwas langsamer an. Wir bauen das Zelt auf und fahren mit unbepackten Rädern zum Strand und schließen diese dort fest.

Es ist noch ausreichend Zeit für ein Sonnenbad am Strand und einen ausgedehnten Strandspaziergang durch kleinere Höhlen vorbei an felsiger Küste auf breitem Sandstrand.

Auf einmal stehen wir hinter einem Felsen unvermittelt direkt vor einem riesigen auf Grund gelaufenen Fischkutter, der hier vor sich hinrostet.

Ein obligatorisches Foto mit mir auf dem Deck und wir kehren um und wandern bei schönstem Wetter und strahlender Sonne zurück zum Strandcafé bei unseren Rädern und genießen ein frisch gezapftes Bier.

Einige Wolken am Horizont lassen uns aber rechtzeitig zum Campingplatz zurückkehren, doch erst spät, als wir schon längst gemütlich im Zelt liegen, gibt es noch einige kleinere Schauer.