Tag 25: 27.09.03
Auch heute starten wir nicht allzu früh und machen uns auf den Weg an der Küste entlang nach Burgau, bevor wir noch einer verfallenen Festung, dem Forte de Almádena, einen Besuch abstatten. Hinter Burgau fahren wir dann endlich wieder durch unverbaute Landschaft und nur wenige neue Häuser zeugen davon, dass es hier vielleicht bald nicht anders aussehen wird, wie am Rest der Algarve.

Wir hoffen, nun vielleicht doch noch einen Teil ursprünglicher Algarve entdecken zu können, sie so erleben zu können, wie sie ausgesehen hat, bevor die internationale Tourismusindustrie Hotelburg neben Hotelburg für die Pauschaltouristen entlang der Küste gebaut hat.


Und der Weg zum Cabo de Sao Vicente ist denn auch endlich einmal wieder malerisch schön. Um 14.40 Uhr fahren wir bereits zum nahe gelegenen Campingplatz, bauen schnell das Zelt auf, packen alle Sachen hinein und machen uns mit unbepackten Rädern auf zum Praia de Beliche, wo wir die Fahrräder oben anschließen und zu Fuß die in die felsigen Klippen gehauene Treppe hinunter zum Strand gehen. Dort sind wir zwar nicht allein, aber es scheint, als seien hier fast nur Einheimische, so dass uns wilder Touristentrubel hier erspart bleibt. Wir verbringen den restlichen Tag mit schwimmen, sonnen und plaudern mit einem netten Holländer, den wir kennen gelernt haben und der hier für längere Zeit lebt. Von der Flut werden wir immer weiter nach hinten gedrängt, doch man rückt halt etwas zusammen und so kommen wir mit trockener Decke davon.

Als schon die Abendsonne rötlich in die idyllische kleine Bucht scheint, machen wir uns auf den Weg die letzten der heutigen 55 km zurück zum Campingplatz, wo Ameisen sich unseres Zeltes bemächtigt haben. Glücklicherweise haben nur wenige von ihnen einen Weg ins Innere gefunden, so dass wir auch aufgrund der plagenden Mücken schnell nach dem Essen im Zelt liegen.