5 Wochen Portugal per Rad
03.09. bis 10.10.2003


Tag 23: 25.09.03

Am nächsten Morgen starten wir wieder gen Westen, in der Hoffnung, dem Touristentrubel etwas entgehen zu können. So fahren wir bis nach Albufeira, finden dort aber auch nicht den erhofften idyllischen Algarvestrand, so dass wir kurzerhand in einem Souvenirgeschäft um Rat fragen. Die Besitzerin versteht, wonach wir suchen und gibt uns wertvolle Tips, insbesondere auch hinsichtlich der Frage, welche der Strände wir denn auch mit einem Fahrrad erreichen können. Denn viele Strände sind nur über eine lange Treppe zu Fuß zu erreichen und die Räder müssten wir dann unbeaufsichtigt samt Gepäck oben auf der Steilküste stehen lassen. So lassen wir uns die Strände nennen, an die wir mit dem Rad hinunter fahren können und die trotzdem sehr schön und nicht zu überlaufen sind.

Praia de Senora da Rocha

Der erste Tip ist der Praia de Senora da Rocha, wo wir unsere Räder in Sichtweite unserer Decke direkt am Strand abstellen und endlich ein wenig das Strandleben der Algarve genießen können. Durch einen engen Tunnel gelangt man zu Fuß sogar noch zu einer einsamen Nachbarbucht, die nur auf diesem Wege erreicht werden kann. Nach einem ausgiebigen Bad in Sonne und Meer und einem frisch gezapften Bier an der Strandbar machen wir uns wieder auf den Weg weiter zum nächsten Strand, dem Praia da Marinha, an dem wir allerdings nur einige Fotos von oben machen.

Praia da Marinha

Wir überlegen, ob wir hier unser Zelt für die Nacht aufschlagen sollen, denn einige Büsche bieten etwas Deckung und die nächsten Häuser sind einige hundert Meter entfernt. Wir fahren dann aber doch noch weiter nach Benagil, das sehr steil in einem kleinen Taleinschnitt liegt und wo wir bei einem Eis am Stiel eine kleine Pause einlegen. Die immens steile Auffahrt aus dem Taleinschnitt schafft uns dann schon nach wenigen Minuten und die gerade erst gewonnene Erholung ist dahin.

Algarveküste

Bergauf und bergab geht es weiter nach Ferragudo, wo wir uns einen Campingplatz als neues Tagesziel auserkoren hatten. Doch der gehört zu einem Club und kostet unglaubliche 18,80 EUR pro Nacht, die wir natürlich nicht bereit sind zu zahlen. So fahren wir frustriert weiter nach Portimao und durch den Feierabendverkehr mitten durch die Stadt. Inzwischen ist auch die Sonne bereits untergegangen und der Alternativcampingplatz, den uns der Wachmann am Clubcampingplatz mit einer Entfernung von nur 5 km angegeben hatte, entpuppt sich nach etlicher Kurbelei im Halbdunkeln als tatsächlich 13 km entfernt. Die Rezeption ist um diese Zeit schon geschlossen und so suchen wir uns ein Plätzchen und bauen unser Zelt nach den heutigen 86 km im Dunkeln auf, kochen uns im Schein der Stirnlampe unser Abendessen und liegen dann schnell im Zelt.



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