Tag 11: 13.09.03
Bei strahlendem Sonnenschein brechen wir auf in Richtung spanischer Grenze immer weiter bergauf. Landschaftlich sehr schön geht es vorbei an Stauseen und durch felsigere Bergwelt, vereinzelt Weinanbau, wilde Pferde und Stiere, die den Weg auf der Straße zu versperren versuchen.

Immer weiter bergauf passieren wir die Grenze und fahren nach Spanien, wo wir uns nach einigen Kilometern bergab eine Pizza im Schatten gönnen. Bei brütender Hitze machen wir uns wieder auf den Weg, um zurück nach Portugal, nun Richtung Süden, auf die Passhöhe auf 750 m Höhe zu gelangen.

Nach endlosen Kehren und Schleichen im Schritttempo durch schattenlose flimmernde Serpentinen erreichen wir endlich die spanisch-portugiesische Grenze nahe der Portelá do Homem, wo bereits Massen von Wochenendbesuchern des Nationalparks ihre Fahrzeuge geparkt haben, um sich in diesem Park, der dem deutschen Schwarzwald nicht ganz unähnlich ist, zu erholen, zu wandern, zu biken und zu picknicken. So rollen wir einige hundert Meter nach Abkühlung lechzend bergab zu den schönen Wasserfällen an der Portelá do Homem, die etliche kleinere Becken bilden, in denen wir nicht die einzigen an diesem Samstag sind, die sich darin abkühlen wollen. Da man, um diese zu erreichen, einen kleineren Pfad gehen und etwas klettern muss, müssen wir die Räder und das Gepäck zurücklassen. Da der einzige Ort, den man von den Wasserfällen aus sehen kann, die Portelá, also die Brücke über die Wasserfälle ist, ketten wir unsere Räder kurzerhand mitten auf der Brücke vollbepackt an das Geländer und machen uns mit Badesachen zu Fuß auf den Weg.

Wir genießen das Bad in den Becken und den diese verbindenden Wasserfällen und legen uns noch etwas in die Sonne. Am späteren Nachmittag lassen wir uns mit einigem leichterem bergauf und bergab von den 620 m Höhe auf der 855 hinunter auf 450 m Höhe in einer rauschenden Abfahrt die letzten der heutigen 57 km auf den Campingplatz rollen. Dieser ist aufgrund des Wochenendes sehr überfüllt und wir ergattern mit Mühe noch ein letztes Fleckchen, doch an wildes Zelten war in dieser Berglandschaft nirgends zu denken, selbst wenn es erlaubt gewesen wäre. Nachts beißt uns dann auch noch ein Köter vom Nachbarzelt eine unserer Zeltleinen durch, so dass wir den zu anderer Zeit bestimmt sehr schönen Platz am nächsten Morgen so schnell wie möglich wieder verlassen.