32 Tage Norwegen per Rad
30.07. bis 30.08.2002


Tag 5: 03.08.02

Doch der Regen will auch am Morgen nicht nachlassen, so dass es uns einfach zu schwer fällt, die gemütlichen und warmen Schlafsäcke zu verlassen. Das Frühstück fällt heute aus, doch trotzdem kommen wir wieder erst um kurz nach 11.00 Uhr los. Wir wuchten die Räder wieder den Weg hoch zur Landstrasse 416 und sitzen kurze Zeit später wieder im Sattel. Wir biegen auf die 411 Richtung Süden nach Laget und Bergendal ab und holen an einem idyllischen See gegen Mittag das Frühstück nach.

Schnell sind wir anschliessend in Tvedestrand wo wir dann weiter auf der 410 fahren. Es ist nicht heiss und es regnet auch nicht, beste Bedingungen also, heute einmal ein paar Kilometer mehr zu radeln. Kurz vor Arendal biegen wir auf die 409 ab und fahren über die Hängebrücke, die den Tromöy-Sund überspannt, auf die Insel Tromöy. Die restlichen 2 der heutigen 63 km bis zum Campingplatz der Insel sind schnell abgeradelt und der Preis wird schnell von 120 auf 80 NOK reduziert, als man durchs Fenster unsere vor dem Häuschen geparkten Tourenräder sieht. Das freut unsere Reisekasse, Takk vel!

Tvedestrand

Der Campingplatz ist grösser als die bisherigen und bietet auch zahlreichen Wohnmobilen und Wohnwagen Platz. Doch er ist durchgehend bewaldet und wirkt daher trotzdem sehr gemütlich. Wir finden ein schönes Plätzchen fürs Zelt und als ich dann endlich meine Schuhe ausziehe, um in die bequemeren Outdoor-Sandalen zu schlüpfen, bemerke ich den blinden Passagier, der uns den ganzen Weg vom letzten Zeltplatz am Fjord begleitet hat: Eine dicke Nacktschnecke, die die lange Fahrt in meinem rechten Schuh bis hierher sogar überlebt hat! Steffi und ich waschen nicht nur den Schleim aus meinem Schuh, sondern gleich auch noch den Schmutz aus ein paar anderen Kleidungsstücken und spannen unsere Wäscheleine an zwei Bäumen beim Zelt auf.

Von einem Gelände in der Nähe des Campingplatzes schallt die Musik eines Country-Konzertes zu uns herüber und wir laufen, mehr um überhaupt etwas zu laufen, als aus Interesse an Countrymusik, dorthin. Doch als wir sehen, dass es auch noch Eintritt kostet, schwindet auch der letzte Rest unseres Interesses an Countrymusik und wir sparen uns die Kronen und kehren zurück zu unserem Zelt.



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