32 Tage Norwegen per Rad
30.07. bis 30.08.2002


Tag 31: 29.08.02

Mehrere Starts und Landungen reissen uns aus dem Schlaf, aber ansonsten war die Nacht ganz erträglich. Wir haben nun noch einen ganzen Tag Zeit, Kartons zum Transportschutz unserer Räder zu organisieren. Wir bauen das Zelt ab, bepacken die Räder, machen uns auf den Weg und schon nach wenigen Metern werden wir fündig: ein neues Terminal wird am Flughafen gebaut und auf der Baustelle lachen uns einige Pappkartons von einem grossen Schutthaufen aus an.

Wir fragen einen der Arbeiter, ob sie die Kartons für uns bis morgen zur Seite legen können. Der holt erst mal einen der Ingenieure und der deutet uns an, ihm zu folgen. Wir begleiten ihn zu einem grossen Frachtcontainer, den er für uns aufschliesst. Wir sollen die Kartons hineinlegen und er verschliesst den Container wieder. Perfekt, so sind sie vor Regen geschützt. Wir unterhalten uns kurz über unsere Tour und vereinbaren eine Uhrzeit für morgen früh. Nils sei sein Name und wir sollen dann einfach nach ihm fragen, dann würde er den Container für uns aufschliessen. Wir bedanken uns für diese tolle Hilfsbereitschaft und machen uns auf den Weg in Richtung Sandefjord.

Letzter Zeltplatz

Wir haben noch den ganzen Tag Zeit, die Sonne scheint und so hatten wir beschlossen, dort in einem Baumarkt noch Klebeband zu besorgen und dann an den Strand zum baden zu fahren. Das Klebeband ist schnell gekauft und so machen wir noch einen Abstecher zum Hafen von Sandefjord. Auf einer Sitzbank direkt an der Kaimauer machen wir Picknick und geniessen die Sonne. Dann geht es los zur nahegelegenen Halbinsel Vesteröya zu einem kleinen Badestrand. Doch wir sind fast ganz alleine dort, denn die Sonne scheint zwar immer noch, doch hier auf der Halbinsel weht eine kräftige Brise, die unsere Badeversuche beim Gang bis zu den Oberschenkeln schnell mit Gänsehaut ein Ende bereitet. Also legen wir uns hinter einem Felsen geschützt noch etwas in die Sonne und lassen den Nachmittag verstreichen.

Dann gehts zurück zum Flughafen Torp und auf die Suche nach dem allerletzten Zeltplatz dieser Tour. Wir finden ihn nahe dem Flughafen, relativ schön gelegen am Rande eines gemähten Kornfeldes. Nach den heutigen 41 km breiten wir zum letzten Mal unsere Zeltunterlage aus und bauen zum letzten Mal unser Zelt auf. Wir kochen und essen vor dem Zelt und mit etwas Wehmut liegen wir noch lange im Zelt und erzählen über unsere Tour, was wir alles erlebt und was wir alles gesehen haben. Ein Gefühl der Traurigkeit, dass die Tour nun morgen vorbei sein wird, mischt sich mit einem Gefühl der Freude darüber, wie schön unsere Reise war.



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