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32 Tage Norwegen per Rad 30.07. bis 30.08.2002 |
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Tag 29: 27.08.02
Am nächsten Morgen verdecken die Bäume, die zwischen unserem Zelt und der Strasse stehen, die aufsteigende Sonne und so frühstücken wir gezwungenermassen im Schatten. Nachdem wir das Zelt abgebaut haben geht es weiter auf der 245 Richtung Jevnaker am südlichen Teil des Sees entlang. Auf halber Höhe halten wir und legen eine kleine Badepause ein, denn auch heute ist es schnell wieder heiss geworden. Wir erfrischen uns im kühlen Wasser, liegen noch eine Weile in der Sonne und geniessen die Ruhe an diesem See. Dann geht es weiter nach Jevnaker, wo wir zuerst zu einem Supermarkt rollen, in dem wir frisches Brot nachkaufen. Anschliessend biegen wir ab auf die 241, die sehr eng und sehr stark befahren ist. Zudem führt sie teils auch sehr steil bergauf, so dass wir, uns selbst im Kriechtempo die Steigung hinaufkämpfend, ununterbrochen von schweren Lastwagen und schnellen anderen Fahrzeugen mit gezwungenermassen beängstigend geringem Abstand überholt werden. Auf einem abgemähten Kornfeld am Rande der Strasse nehmen wir eine kurze Auszeit und schieben eine kleine Rast ein. Das frische Brot wird fast vollständig verputzt und gut gestärkt stürzen wir uns wieder in den Verkehr. Kurz hinter Vang haben wir es dann aber endlich geschafft und biegen auf eine kleine Nebenstrasse Richtung Asa ab. Wir rollen hinab zum Steinsfjorden und fahren um ihn herum, in der Hoffnung, an seinem Ufer einen Schlafplatz für die heutige Nacht zu finden. Doch kaum haben wir das Ufer erreicht, führt die Strasse auch schon wieder steil bergauf. Am Ufer selbst befinden sich kleine Häuser mit privaten Grundstücken und so folgen wir dem Strassenverlauf. Auf der Karte vorher nicht als solche zu erkennen, entpuppt sich das Ufer des Sees als Steilküste, auf derem bewaldeten Plateau wir nun oben auf kurviger Strasse entlangradeln. Wir kochen und essen gemütlich und geniessen den grandiosen Blick über das Wasser. Von weitem naht Donnergrollen und dunkle Wolken schieben sich vor die Sonne. Es wird merklich windiger und als wir in unseren Schlafsäcken liegen, sind wir froh, das Zelt gut an den umliegenden Bäumen vertäut zu haben. Wir lauschen noch lange dem Wind, aber das Unwetter verzieht sich wieder, bevor wir in den Schlaf fallen. |
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