32 Tage Norwegen per Rad
30.07. bis 30.08.2002


Tag 27: 25.08.02

Um 10.00 Uhr haben wir alles zusammengepackt, unser Zelt abgebaut und es geht wieder los. Wir fahren zunächst auf der 250 das Stück erneut, das wir bereits gestern gefahren waren und dann weitere 10 km kräftig bergauf. Dazu scheint die Sonne mal wieder ebenso kräftig vom Himmel, so dass wir schon am frühen Vormittag ins Schwitzen kommen.

Oben angekommen erreichen wir kurze Zeit später den kleinen Storlon-Stausee, an dem wir eine kleine Pause mit zweitem Frühstück machen. Über den See weht ein kräftiger Wind und so verzichten wir trotz der Hitze auf ein Bad und lassen nur die Füsse im eiskalten Wasser baumeln. Kaum ins Wasser getaucht, sind sie für Horden kleiner Fische von Interesse, die kitzelnd daran zu nagen versuchen. Da es sich wohl nicht um Piranhas handelt, lassen wir sie gewähren. Nach einer halben Stunde gemütlichen Entspannens geht es weiter, zunächst immer leicht bergauf bis auf 720 m Höhe und anschliessend in rauschender Fahrt 10 km lang bergab. Geschwindigkeitsrekorde sind wegen des schlechten Strassenbelages zwar nicht möglich, aber Spass macht es nach dem langen Bergauftreten in Schrittgeschwindigkeit allemal.

Rastplatz kurz vor Dokka

Schon während der Fahrt ins Tal waren sie zu sehen gewesen, die dunklen Wolken, und nun beginnen sie sich auch schon über uns zu entleeren. Wir liegen für die Reststrecke unserer Tour bis Oslo gut in der Zeit und können es durchaus etwas ruhiger angehen lassen. So beschliessen wir heute schon gegen 17.00 Uhr und nach nur 40 km unser Lager aufzuschlagen und nutzen eine kleine Regenpause, um unser Zelt auf einem Rastplatz kurz vor Dokka aufzubauen. Wir sichern uns ein Stückchen Rasen und eine Sitzgruppe direkt neben dem Zelt.

Als wir zu kochen beginnen, lassen sich schon die ersten Sonnenstrahlen wieder blicken und kurze Zeit später sitzen wir in der wärmenden Abendsonne und sind froh, heute nicht weiter gefahren zu sein. Wir lesen etwas in der Sonne, erzählen und planen die grobe Strecke der nächsten Tage. Als wir ins Zelt kriechen kommt noch ein Wohnmobil vorbei und leistet uns am anderen Ende des Rastplatzes über Nacht Gesellschaft.



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