32 Tage Norwegen per Rad
30.07. bis 30.08.2002


Tag 26: 24.08.02

Bei schönstem Wetter frühstücken wir am See und fahren anschliessend weiter auf der 255 über etliche Kilometer mässig bergab. Allerdings haben wir kräftigen Gegenwind, so dass die Fahrt einem Radeln auf ebener Fläche gleicht.

Durch schöne und bewaldete Umgebung geht es ein lang geschwungenes Tal an einem Fluss entlang. An einem kleinen Dorffest machen wir kurz Halt und beobachten das Treiben, doch ausser einigen Flohmarktständen und ein paar Getränke- und Grillständen gibt es nicht allzu viel zu sehen und so machen wir uns weiter auf den Weg Richtung Lillehammer. Die Stadt liegt auf der Ostseite des Flusses Mjösa und eigentlich hatten wir einen Bummel durch die Stadt geplant, doch da wir schon seit einiger Zeit erfolglos nach einem Plätzchen für unser Zelt suchen, lassen wir diesen Plan aus Zeitgründen fallen. Zudem ergibt ein Blick in unseren Reiseführer die Gewissheit, vermutlich keine überragende Sehenswürdigkeit verpasst zu haben.

Lillehammer

Also bleiben wir westseits des Flusses und
suchen weiter nach einem geeigneten Schlafplatz, doch nirgendwo findet sich eine Stelle, die auch nur annähernd Platz für unser Zelt bieten würde. Wir fahren noch ein Stück die 250 hinauf, eine Strasse, die uns erneut in südwestlicher Richtung weg von den stärker besiedelten Gebieten bringen soll, doch auch diese Strasse führt zunächst etliche Kilometer lang steiler bergauf, wie uns ein Anwohner versichert und so befürchten wir, dort noch weniger Erfolg bei unserer Suche zu haben.

Daher kehren wir um und fahren zu einem Campingplatz direkt zwischen Mjösa und der Fernstrasse E6. Angesichts der wenig idyllischen Lage ist uns die Forderung der Besitzerin von 100 NOK für diesen Platz eindeutig zuviel. Nach unserem Zögern reduziert sie widerwillig auf 80 NOK und 10 NOK pro Dusche, was uns eigentlich auch noch viel zuviel ist, aber da wir keine Lust mehr haben, weiter nach einem wilden Platz zu suchen und weil wir heute bereits 92 km geradelt sind, nehmen wir den Platz dann doch. Die Ausstattung ist zwar sauber, aber ansonsten mehr als dürftig und wir ärgern uns über das ungewollt ausgegebene Geld. Wir duschen und kochen uns etwas Leckeres und lesen noch lange in unseren Schlafsäcken liegend. Erst spät schlafen wir ein.



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