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32 Tage Norwegen per Rad 30.07. bis 30.08.2002 |
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Tag 24: 22.08.02
Der Trockner ist defekt, keine Frage! Und so hat der Platzbesitzer ihn zwecks besserer Belüftung kurzerhand aussen vor dem Waschhaus aufgestellt und meint, dass es so funktionieren könnte. Wir probieren es mit einem weiteren Durchgang und bitten ein Pärchen mit einem Campingbus unsere Wäsche nach Durchlaufen des Programms aus dem Trockner zu nehmen. Dann starten wir mit den Rädern ins Zentrum von Alesund. Zwar ist es bewölkt, doch zumindest regnet es nicht mehr, so dass wir die Räder kurzerhand an der Hafenpromenade anketten und uns zu Fuss auf den Weg durch Alesund machen. Vielleicht ist es nach all den sonnigen Tagen auch das schlechte Wetter, das ein übriges zu diesem Eindruck macht, aber wir sind enttäuscht von dieser Stadt, die oft in einem Zug mit der Stadt Bergen genannt wird. Vielleicht liegt es auch daran, dass Mitte des Monats die Schulferien in Norwegen zu Ende gegangen sind und es überall mit einem Schlag leerer geworden ist, aber das Treiben und die Geschäftigkeit, die noch überall in Bergen zu spüren gewesen war, sind hier nirgends zu entdecken. Ein einsamer Kutter verkauft aus einer Kiste Krabben direkt an die wenigen Passanten, die vorbeikommen. Wir kaufen uns in einem Fischgeschäft geräucherten Fisch und bummeln noch etwas durch die kleine Fussgängerzone. Doch nach ein paar obligatorischen Fotos machen wir uns auf den Rückweg. Schon seit einigen Tagen hatten wir überlegt, wie wir angesichts der verbleibenden Zeit von lediglich 7 Tagen zurück bis nach Oslo kommen sollen. Den gesamten Weg per Rad zurückzulegen wäre sicher möglich, doch müssten wir dann ordentlich in die Pedale treten und zudem den kürzesten und schnellsten Weg wählen. Und das wäre die stark befahrene Fernstrasse, die sich bis nach Oslo zieht. Doch unter diesem Zeitdruck und mit so einer Route wollen wir unsere Tour nicht beenden und so hatten wir heute mittag beschlossen, die Strecke erneut etwas mit dem Bus abzukürzen. Wir wählen den Nachtexpress Alesund-Oslo, der heute um 21.00 Uhr abfahren soll. Also machen wir uns um 19.30 Uhr auf den Weg zum Busbahnhof im Zentrum. Für 967 NOK, die zwar ein grosses Loch in unsere Reisekasse reissen, uns aber vor einer 7-Tages-Hetzerei bewahren, nimmt uns der Bus ca. 300 km bis nach Kvam, einem kleinen Ort südlich von Otta an der E6, mit. Wir treffen dort um 2.00 Uhr nachts ein und werden vom freundlichen Busfahrer persönlich geweckt. Noch etwas verschlafen bepacken wir im Dunkeln unsere Räder. Schnell radeln wir in der Hoffnung los, auch bei völliger Dunkelheit möglichst bald einen Platz für unser Zelt zu finden und noch ein paar Stunden weiterschlafen zu können. Doch schon nach wenigen Metern halten wir wieder, denn wir stehen auf einem kleinen Rastplatz mit zwei kleinen Sitzgruppen und einem winzigen Stück Rasen. Der liegt zwar direkt an der Fernstrasse E6 bei einem Industriegebiet, doch er reicht uns völlig und so bauen wir schnell unser Zelt auf. Glücklich, vor einer längeren Nachtfahrt verschont geblieben zu sein, sinken wir schnell in den Schlaf. |
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