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32 Tage Norwegen per Rad 30.07. bis 30.08.2002 |
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Tag 20: 18.08.02
Relativ früh wollen wir heute morgen losfahren. Volker hatte den berühmten Geirangerfjord schon lange für seine Route eingeplant und überredet uns sehr schnell, uns diesen beeindruckenden Fjord nicht entgehen zu lassen. Wenn sich selbst die grossen Kreuzfahrtschiffe auf den langen Weg durch Norwegens Fjordlandschaft zu dem kleinen Ort Geiranger am Ende des Geirangerfjordens machen, dann muss das wohl schon seinen Grund haben. Und so machen wir uns gemeinsam auf den Weg und fahren die 60 Richtung Geirangerfjord. Dazu geht es erst einmal auf 390 m Höhe bergauf. Volker fährt zwar, wenn er allein unterwegs ist, schneller, als wir es tun, doch lieber hat er Gesellschaft und so passt er sich gerne unserem Tempo an. Oben angekommen, geben wir nicht nur aufgrund des Geschwindigkeitsrausches, sondern auch aus leichtem Zeitdruck, ordentlich Gas, denn um 14.00h legt die Fähre ab. Gerade noch pünktlich drückt jeder von uns dem Kassierer 90 NOK in die Hand und rollt auf die Fähre. Diese Fähre legt nur in Zeitabständen von 1 1/2 Stunden ab und ist eine Mischung aus Sightseeing-Dampfer für Touristen und Autofähre und so parken wir unsere Räder unten auf dem Parkdeck und steigen einige Etagen höher auf eines der offenen oberen Decks, um eine gute Sicht zu haben. Die Fähre legt ab und schon kurze Zeit später beginnt die Ansage aus dem Lautsprecher über all das, was während der Fahrt zu sehen ist. Das Band beinhaltet die Erläuterungen in nahezu jeder europäischen Sprache und verstummt während der gesamten einstündigen Fahrt nie länger als ein paar Sekunden. In brütender Hitze sitzen wir auf dem Oberdeck und lassen die Sonne auf uns herabbrennen. Ein Helikopter mit Kamerateam nähert sich dem Schiff und filmt uns aus verschiedensten Einstellungen, doch wir halten gut dagegen und so braucht der Kamermann drei Anflüge, bis die Fotoapparate auf der Fähre endlich still stehen und genug Helikopterfotos geschossen haben. Die Fahrt geht durch die wirklich beeindruckende, gewaltige Schlucht des Geirangerfjorden, in der sich ein Fotomotiv an das nächste reiht. Aber jetzt geht es uns eindeutig besser und nach einer kleinen Rast rasen wir mit 70 km/h bergab nach Eidsdal zur Fähre. Am dortigen Supermarkt scheitern unsere Versuche, die Putzfrau zu überreden, den bereits geschlossenen Laden für den Verkauf eines eisgekühlten Bieres noch einmal zu öffenen. Schade, verdient hätten wir es uns heute allemal! Für 18 NOK pro Person geht es über den Norddalsfjorden nach Linge, wo wir mitten in einer kleinen Obstbaumplantage ein Plätzchen für unsere Zelte finden. Volker und ich fahren noch die letzten der heutigen 70 km ohne Gepäck bis nach Sylte, um durch die dortige Tankstelle doch noch in den Genuss eines kaltes Bier zu kommen. Wieder kochen wir gemeinsam und da wir zwei Kocher zur Verfügung haben, wird es auch diesen Abend wieder ein Essen mit reichhaltiger Auswahl. Das Bier wird geöffnet und noch lange sitzen wir zwischen den Obstbäumen direkt am Fjord und lassen es wieder Nacht werden. |
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