32 Tage Norwegen per Rad
30.07. bis 30.08.2002


Tag 18: 16.08.02

Das Frühstück findet nun ohne Eier statt, aber es schmeckt uns trotzdem. Wir rollen den Berg wieder hinab und fahren an der Kreuzung, an der wir gestern zum Campingplatz abgebogen waren, nach links weiter. Nach gut 7 km fahren wir an einem Schild vorbei, auf dem steht, dass es hier an dieser Kreuzung nur wenige hundert Meter zum Campingplatz Birkenland seien. Irritiert schauen wir uns an und realisieren, dass wir in grossem Bogen ein Mal um den Berg, auf dem der Campingplatz liegt, herumgefahren sind, obwohl wir auf dieser Seite auch hätten herunter fahren können.

Wir nehmen es mit Humor und fahren weiter auf der 57 Richtung Dale. An vielen kleineren Seen geht es vorbei und wir erreichen nach einiger Zeit den Dalsfjorden und folgen ihm an seiner Seite. Ab Eidevik führt die Strasse steil bergauf, der Anstieg zieht sich unerwartet lange hin, so dass wir ordentlich in die Pedale treten müssen. Auch heute brennt die Sonne wieder gnadenlos vom Himmel, so dass wir mächtig ins Schwitzen kommen.

See kurz vor Förde

Vorbei am
Flughafen Bringeland, einem kleineren Flughafen für Sport- und Kurzstreckenflugzeuge, geht es Richtung Fernstrasse E39, der wir in Richtung Förde folgen wollen. Wir hatten schon das Schlimmste befürchtet, als wir die Strecke wählten, doch die Strasse hat einen kleinen Seitenstreifen und der Verkehr hält sich auch in Grenzen, so dass die Fahrt gar nicht so unangenehm wie erwartet ausfällt.

Wieder halten wir nach einem Plätzchen für unser Zelt Ausschau und kurz vor Förde haben wir Glück: Neben der Strasse ist ein kleiner Halteplatz an einem grossen See. Am Rand ist er bewaldet und von weitem sehen wir mehrere kleine Rasenstücke, die genau das sind, wonach wir gesucht haben. Ein weiteres Zelt steht auch schon dort und so gesellen wir uns nach den heutigen 78 km dazu. Volker aus dem zweiten Zelt kommt auf uns zu und stellt sich vor. Er ist auch mit dem Rad unterwegs, studiert in Finnland Outdoor Activities, kommt aber ursprünglich vom Bodensee. Nach einem Bad im angenehm warmen Wasser des Sees beschliessen wir, gemeinsam zu kochen und so sitzen wir noch bis spät in der Nacht am Zelt und haben uns viel zu erzählen.



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