32 Tage Norwegen per Rad
30.07. bis 30.08.2002


Tag 17: 15.08.02

Wegen der Insekten fällt das Frühstück an diesem Morgen spärlich aus und wir packen schnell unser Zelt und das Gepäck zusammen. 4 km der gestrigen Strecke fahren wir wieder zurück. Wir hatten auf der Strecke gestern abend noch nach einem wilden Plätzchen für unser Zelt geschaut, doch überall griffen uns Armadas von Insekten an, so dass wir in der Hoffnung, es wäre dort dann besser, dem Campingplatz den Vorzug gaben. Doch diese Hoffnung hatte sich ja leider nicht erfüllt.

Auf der 57 fahren wir am Eidsfjorden entlang Richtung Norden. Steffi geht es heute morgen nicht gut, ihr ist übel und der Bauch tut ihr weh und so kaufen wir eine kalte Cola, das immer noch beste Mittel bei Bauchschmerzen. Kurze Zeit später geht es ihr dann auch schon etwas besser. Schon lange haben wir keinen Regen mehr erlebt und auch heute fahren wir bei strahlendem Sonnenschein auf den Gebirgszug zu, der uns vom Sognefjord trennt. In der Hitze schwitzen wir ganz ordentlich bei der Bergauffahrt und hoffen hinter jeder Kurve, den Gipfel erreicht zu haben, doch immer eröffnet das Erreichen der Kurve den Blick auf eine neue Kehre. Vom Sognefjord haben wir schon viel gehört und so zieht es mich mal wieder voran, denn ich freue mich auf die Aussicht auf diesen Fjord. Steffi fällt weit zurück und holt mich erst wieder oben am Gipfel ein, wo ich auf sie warte. Der Blick ist schön, doch lässt sich leider nur der direkt vor uns liegende Teil des Fjordes einsehen und so halten wir uns auch nicht lange oben auf, sondern rollen in rauschender Fahrt abwärts in Richtung Rutledal zur Fähre.

Oberhalb des Sognefjordens

Die legt allerdings erst in einer Stunde ab und so picknicken wir erst mal mit leckeren Nudeln zum Mittagessen und lassen uns direkt am Fähranleger die Sonne auf den Pelz brennen. Für 44 NOK geht es dann über den Sognefjord zu dem Ort mit dem kaum aussprechbaren Namen Rysjedalsvika. Von dort aus fahren wir, ständig auf der Suche nach einem Plätzchen für unser Zelt, dann doch zum Campingplatz Birkenland, denn es bietet sich
kein auch nur halbwegs ebenes Fleckchen.

Zum Campingplatz geht es in steilen Serpentinen noch einmal kräftig bergauf und so kommen wir, trotz der heutigen nur 49 km, völlig erschöpft am Zeltplatz an. Für 100 NOK inklusive Duschen ist er relativ teuer, aber wir haben ein sehr schönes Plätzchen auf einer kleinen Anhöhe direkt am See gefunden, das von einigen grossen Bäumen vor stärkerem Wind geschützt ist. Fürs Frühstück am nächsten Morgen erhalten wir am Bauernhof, der den Campingplatz führt, für 2 NOK pro Stück frische Eier. Gemütlich sitzen wir in dem kleinen Küchenhäuschen am See und kochen Suppe und Reis mit Currysauce und irgendwie verspüren wir Lust auf Rührei. So werden die Frühstückseier kurzerhand in die Pfanne geworfen und wir lassen es uns richtig gut schmecken. Später nutzen wir das letzte Licht, um noch etwas in unseren Büchern zu lesen und schlafen früh ein an diesem Abend.



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