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32 Tage Norwegen per Rad 30.07. bis 30.08.2002 |
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Tag 14: 12.08.02
Am nächsten Morgen suchen wir wegen der noch immer auf uns lauernden Insekten möglichst schnell das Weite. Schnell rollen wir die letzten Meter zum Fähranleger und fahren über den Fusafjorden nach Hatvik. Wir warten auf das letzte Auto, das die Fähre verlässt und radeln hinter der Autokolonne her. Doch nur wenige Kurven später werden wir zum Halten gezwungen. Auf die Autos der anlegenden Fähre hatte man noch gewartet, mit langsameren Nachzüglern auf zwei Rädern hatte man hingegen nicht gerechnet und so stehen wir alleine vor einem quer über der Fahrbahn stehenden Wagen des norwegischen Strassen- und Wegeamts, der die Strasse für eine Sprengung sperrt. Wenige Minuten später detoniert es auch schon gewaltig und ein halber Berg stürzt auf die vor uns liegende Strasse. In strahlendem Sonnenschein schauen wir zu, wie mit dem Bagger nach und nach eine Schneise durch das Gestein geräumt wird und einige Zeit später dürfen wir passieren. Der Reiseführer preist einen naheliegenden Strand als paradiesisch an und gegen ein erfrischendes Bad im Paradies haben wir nichts einzuwenden. So geht es die seit dem Fähranleger mühsam erkämpfte Höhe auf wenigen hundert Metern steil wieder bergab bis hinunter zum Fjord an den Solstrand. Doch was uns dort erwartet ist alles andere als paradiesisch: Ein riesiger Hotelkomplex hat sich breit gemacht und wenig einladende Schilder machen unmissverständlich klar, dass es sich bei diesem Strand mittlerweile um einen Privatstrand handelt. So wollen wir die Hotelidylle auch gar nicht weiter stören und machen uns an den steilen Aufstieg. Hart an der Grenze des noch fahrbaren geht es bergauf und schweissgebadet kommen wir oben an. Das hatten wir uns anders vorgestellt! Mit 100 NOK ist uns diese seltsame Vorstellung eines Campingplatzes eindeutig zu teuer und so radeln wir wieder 4 km aus dem Zentrum raus nach Midttun, wo wir die letzten der heutigen 46 km auf einen wirklichen Campingplatz rollen. Dort zahlen wir dann zwar 110 NOK und die für Zelte vorgesehene Fläche ist ziemlich beengt, doch sind die Duschen inklusive und wir sind in netter Gesellschaft. Das Stück Rasen befindet sich hinter einer Reihe von Hütten auf Höhe der Hüttendächer und so haben wir trotzdem eine schöne Aussicht auf die umliegenden Hügel. Viele andere Radler finden sich noch ein und so ist der kleine Platz schnell voll belegt. Zu Fuss machen wir uns auf den Weg zum nahe gelegenen Supermarkt und da wir nicht aufs Gewicht achten müssen, schlagen wir gnadenlos zu. Früh liegen wir im Zelt, nutzen den letzten Rest des Tageslichts, um noch etwas zu lesen und freuen uns auf den morgigen Tag, den wir komplett in Bergen verbringen wollen. Erst übermorgen soll es dann weiter nach Norden gehen. |
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