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32 Tage Norwegen per Rad 30.07. bis 30.08.2002 |
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Tag 11: 09.08.02
Früh stehen wir auf, nicht nur aufgrund des unbequemen Unterbodens, sondern vielmehr, um das Zelt im Trockenen abbauen zu können, denn schon drohen dunkle Wolken am Horizont. Doch wir sind genau eine Minute zu langsam: das Zelt ist wieder nass geworden. Und es regnet sich so richtig ein, also lassen wir das Aussenzelt gleich stehen und frühstücken erst mal gemütlich. Später gehts dann doch im Trockenen Richtung Röldalsfjellet ins Hochgebirge. Zunächst führt die Strasse steil bergauf und wir bezwingen die Serpentinen, die sich mit dem Rad auf der stark befahrenen Paßstrasse nicht sehr angenehm fahren lassen. Doch schnell stehen wir mitten im Skigebiet. Am grossen Parkplatz, der im Winter den Skifahrern als Startpunkt dient, trennt sich unser Weg von dem der Autos, denn die fahren durch die lange Röhre unter dem Gebirgsmassiv hindurch. Wir hingegen wählen, nicht nur weil der Weg durch den Tunnel ohnehin für Radfahrer gesperrt wäre, sondern weil besonders ich mich schon lange auf diese Strecke freue, die alte Paßstrasse hoch hinauf genau über den Berg rüber. Mich kribbelt es bereits in den Füssen und nach einer Rast mit einer warmen Suppe machen wir uns auf den Weg. Eine Serpentine nach der anderen windet sich die alte enge Strasse den Berg hinauf. Im Schritttempo bezwingen wir Kurve um Kurve und kämpfen uns auf 1.067 m Höhe über das Skigebiet hinaus. Der dortige Campingplatz ist einfach, aber relativ schön gelegen, direkt am See. Wir erwischen den einzigen Platz an einer überdachten Sitzgruppe und zahlen 70 NOK und 10 NOK pro Dusche. Mühsam schleppen wir uns zu Fuss zum Supermarkt, der irgendwie doch weiter entfernt ist, als wir dachten. Nachdem aber der Einkaufskorb ordentlich gefüllt und alles in die Kasse eingetippt ist, erinnern wir uns: Wir hatten ja kein Geld mehr! Also alles zurück in den Korb, der wird von der Kassiererin freundlicherweise beiseite gestellt und wir machen uns auf den Weg zur Bank. Als wir schliesslich irgendwann am Zelt zurück sind, hat uns der Einkaufs- und Geldbesorgungsaufwand fast mehr geschafft, als der Gebirgszug. Müde liegen wir nach einem leckeren Abendessen schnell in unseren Schlafsäcken. |
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